Bewegung ist ein             Zeichen von Leben


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Wenn ich in Bewegung bin, sehe ich nur eine Seite, einen Aspekt; es ist manches Unklar, ich sehe nur Teile, nicht das Ganze.

Wenn ich in Bewegung, unterwegs bin, gelange ich immer wieder zu neuen Ufern, lerne die Welt, die Menschen und mich selbst kennen, ich habe immer ein neues Ziel.

Das Unterwegs-Sein bringt Unruhe, aber diese Unruhe lässt mich laufen, lässt mein Herz weit werden.

Das Unterwegs-Sein hat ein ganz großes Ziel. So lange ich mich diesem Ziel entgegenbewege, schaue ich wie in einen Spiegel und sehe nur rätselhafte Umrisse. Wenn ich ans Ziel gelange, dann werde ich von Angesicht zu Angesicht schauen. "Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, sowie auch ich durch und durch erkannt worden bin." (vergl. 1 Kor 13,12)

Wenn ich im Unterwegs-Sein auch nicht die ganze Wahrheit erkenne, so ist dieses Nicht-Vollkommen-Sein ein Zeichen dafür, dass ich noch lebe.

Das ich in Bewegung bleibe, bewirkt Gottes Geist: Der Geist ist es, der lebendig macht.

gelesen im Stift Melk, Verfasser unbekannt

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